EINLEITUNG
MENSCHEN, DIE IN SORGE SIND, BITTEN UM EINEN RETTER
Vorgehensweise eine Änderung finden"
Im Zeitalter, in dem wir leben, beobachtet man sowohl physikalische als auch geistige Degeneration und eine ökonomische und politische Instabilität in der Gesellschaft. Sehr große Unterschiede existieren zwischen den Armen und Reichen, und soziale Korruption entwickelt sich ständig. Der Quran erinnert die Menschen daran, dass nach und während solcher dunklen Perioden Allah denen, die es ernsthaft wünschen, immer den Weg zur Rettung zeigt. Die Rettung bedeutet die Vorherrschaft des Islams in der Welt und das Ersetzen aller heidnischen Religionen durch ihn.
Er ist es, der Seinen Gesandten mit der Rechtleitung und der Religion der Wahrheit entsandt hat, um sie die Oberhand über jede andere Religion gewinnen zu lassen, auch wenn es den Ungläubigen zuwider ist. (Sure 9:32-33 - at-Tauba)
JESUS (a.s.), DER SOHN VON MARIA (r.a.), IM QURAN
Jesus (a.s.), der vor 2000 Jahren lebte, ist ein gesegneter Gesandter Allahs. Er wird in dieser Welt wie auch im Jenseits hoch geachtet, wie im Quran berichtet wird. Die wahre Religion, die von ihm überbracht wurde, ist heute nur noch als Name bekannt; von der ursprünglichen Lehre, mit der Jesus kam, ist heute nur noch ein Zerrbild vorhanden. Ebenso existiert das Buch in seiner ursprünglichen Form heute nicht mehr. Christliche Quellen wurden durch verschiedene Änderungen und Verzerrungen entstellt. Folglich ist es heute höchst unwahrscheinlich, wahres Wissen bezüglich Jesu Christi (a.s.) aus diesen Quellen beziehen zu können.
Die einzigen Quellen, von denen wir genaues Wissen über Jesus (a.s.) haben , sind der Quran, das Buch, das Allah unverändert bis zum Tag des Gerichts bewahren wird und die Sunna Seines Gesandten Muhammad (s.a.w.s.). Im Quran berichtet Allah über die Geburt und das Leben Jesu (a.s.), über die Menschen, die ihn umgaben und vieles andere mehr. Außerdem informieren die quranischen Verse uns über das Leben Marias, bevor sie Jesus (a.s). gebar, wie sie auf wunderbare Weise schwanger wurde und wie die Menschen, die sie umgaben, darauf reagierten. Ebenso gibt Allah die gute Nachricht, dass Jesus (a.s.) ein zweites Mal auf die Welt kommen wird.
In diesem Kapitel lesen wir einige der Aussagen, die im Quran über Jesus (a.s.) zu finden sind.
Die Geburt von Maria und wie sie aufgezogen wurde
Maria, die auserwählt wurde, Jesus (a.s.) zu gebären, wurde in einer Zeit der Unordnung geboren, als die Kinder Israels alle ihre Hoffnungen auf das Kommen eines Messias setzten. Sie kam aus einer noblen Familie, der Familie von 'Imran. Allah bevorzugte diese Familie über den Rest der Menschen.
Die Mitglieder der Familie von 'Imran waren als tiefgläubige Menschen bekannt. Bei all ihren Taten wandten sie sich an Allah, um nicht die von Ihm gesetzten Grenzen zu überschreiten. Als 'Imrans Frau erfuhr, dass sie schwanger war, rief sie ihren Schöpfer an und widmete sich dem, was sie unter ihrem Herzen trug. Allah berichtet darüber wie folgt:
Als die Frau von (dem Hause) 'Imran betete: "Mein Herr, ich gelobe Dir zu eigen, was in meinem Schosse ist. So nimm es von mir an. Siehe, Du bist der Hörende, der Wissende."
Und als sie es geboren hatte, sprach sie: "Mein Herr, siehe, ich habe ein Mädchen geboren." Allah wusste wohl, was sie geboren hatte; denn ein Junge ist nicht wie ein Mädchen. "Und ich habe es Maria genannt und ich suche ja für sie und ihre Nachkommenschaft bei Dir Schutz vor dem verfluchten Satan." (Sure 3:35-36 - Al-'Imran)
Als Maria geboren wurde, suchte Imrans Frau nur das Wohlgefallen Allahs. Sie betete zu Ihm und legte Maria und ihre Kinder in Seine Obhut aus Schutz vor Satan. Als Gegenleistung für ihre Aufrichtigkeit und ihr Gebet gab Allah Maria edle Tugenden. Im Quran erklärt Allah, wie Maria unter Seinem Schutz und seiner Pflege aufgezogen wurde.
Und so nahm Allah sie von ihr huldreich an und ließ sie in holdem Wachstum wachsen. Und Zacharias pflegte sie..." (Sure 3:37 - Al-'Imran)
Sowie Allah die Familie von 'Imran auserwählte, so wählte er auch Maria, ein Mitglied dieser Familie, aus und liess ihr eine aussergewöhnliche Erziehung zukommen. Er reinigte sie und erhob sie über alle anderen Frauen. Der Quran sagt dazu:
Und als die Engel sprachen: "O Maria! Wahrlich Allah hat dich auserwählt und gereinigt und vor den Frauen aller Welt ausgewählt.
O Maria! Sei andachtsvoll vor deinem Herrn und wirf dich nieder und verneige dich mit den sich Verneigenden. (Sure 3:42-43 - Al-'Imran)
In der Gemeinschaft, in der sie lebte, wuchs Maria zu einer Person heran, die mit ihrer Loyalität und Aufrichtigkeit Allah gegenüber bekannt war. Sie wurde besonders als eine Frau bekannt, "welche ihre Keuschheit schützte".
Und (als weiteres Beispiel) Maria, Imrans Tochter, die ihre Keuschheit bewahrte. Dann hauchten Wir von Unserem Geist in sie ein. Und sie glaubte an die Worte ihres Herrn und an Seine Schriften und war eine der stets Dienenden. (Sure 66:12 - at-Tahrim)
Maria wird Schwanger
Und berichte im Buch über Maria. Als sie sich von ihren Angehörigen an einen östlichen Ort zurückzog, und sich von ihnen absonderte, da sandten Wir Unseren Geist zu ihr, und er erschien ihr wie ein vollkommener Mann. Sie sprach: "Ich suche Zuflucht vor dir beim Erbarmer! Wenn du gottesfürchtig bist, (lass ab.)" Er sprach: "Ich bin nur ein Bote deines Herrn, um dir einen reinen Sohn zu schenken." (Sure 19:16-19 - Maryam)
Wie aus den obenstehenden Versen hervorgeht, zog sich Maria von ihren Leuten an einen östlichen Ort zurück und verbrachte dort einen Teil ihres Lebens. Genau in dieser Phase erschien ihr Dschibril (Gabriel) auf Befehl Allahs. Maria, eine vortreffliche und tugendhafte Frau, war tief durch das Erscheinen des Fremden verstört. Dieser jedoch erklärte, dass er ein Engel war, der von Allah geschickt wurde, um ihr die frohe Nachricht eines Sohnes zu geben:
Als die Engel sprachen: "O Maria! Wahrlich, Allah verkündet dir (frohe Botschaft) durch ein Wort von Ihm: (einen Sohn), sein Name ist Messias, Jesus, der Sohn der Maria, angesehen in dieser Welt und im Jenseits und einer der (Allah) Nahestehenden." (Sure 3:45 - Al-'Imran)
Maria fragte daraufhin, wie sie denn einen Sohn haben könnte, wo doch kein Mann sie jemals berührt hatte:
Sie sprach: "Wie soll ich einen Sohn bekommen, wo mich kein Mann berührt hat und ich nie eine Unzüchtige war? Er sprach: "So sei es! Dein Herr hat gesagt: "Dies ist Mir ein Leichtes! Und Wir wollen ihn zu einem Zeichen für die Menschen machen und zu einer Barmherzigkeit von Uns. Und das ist eine beschlossene Sache." Und so empfing sie ihn und zog sich mit ihm an einen entlegenen Ort zurück. (Sure 19:20-22 - Maryam)
Sie sagte: "Mein Herr, wie soll ich einen Sohn bekommen, wo mich doch kein Mann jemals berührte?" Er sprach: "Allah schafft, was Er will. Wenn Er eine Sache beschlossen hat, spricht Er nur zu ihr "Sei!" und sie ist. (Sure 3:47 - Al-'Imran)
Während ihrer Schwangerschaft blieb Maria am "entlegenen Ort", der in den oben genannten Versen erwähnt wird. Dort weilte sie unter dem Schutz des Allmächtigen. Alles, dessen sie bedurfte, wurde ihr auf wundersame Weise von Allah gewährt.
Jesus (a.s.) ist das Wort Allahs
Im Quran lenkt Allah unsere Aufmerksamkeit auf die Tatsache, dass von seiner Geburt bis zu seinem Verlassen der Erde, Jesus (a.s.) sich von allen anderen Menschen auf der Erde unterscheidet. Der Quran bestätigt seine reine Geburt, eine Art der Schöpfung, mit der wir nicht vertraut sind. Vor seiner Geburt informierte Allah seine Mutter über viele von Jesus' (a.s.) Eigenschaften, einschließlich, dass er als Messias den Kindern Israels gesandt würde. Er wurde auch als "das Wort Allahs" bezeichnet:
...Der Messias Jesus, der Sohn der Maria, war ein Gesandter Allahs und Sein Wort, das Er Maria entbot, mit einer Seele, geschaffen von Ihm..." (Sure 4:171 - an-Nisa)
Als die Engel sprachen: "O Maria! Wahrlich, Allah verkündet dir (frohe Botschaft) durch ein Wort von Ihm: (einen Sohn), sein Name ist Messias, Jesus, der Sohn der Maria, angesehen in dieser Welt und im Jenseits, einer der (Allah) Nahestehenden." (Sure 3:45 - Al-'Imran)
Allah gab ihm seinen Namen vor seiner Geburt wie bei Yahya (Johannes) (a.s.). Normalerweise geben natürlich die Familien ihren Kindern die Namen, jedoch im Fall von Jesus (a.s.) war das anders. Allah gab ihm den Namen Messias, Jesus, Sohn der Maria. Das ist ein klares Zeichen, dass Jesus nicht wie andere Menschen erschaffen wurde. Tatsächlich sind seine Geburt und die Wunder, die er während seines Lebens vollbrachte und seine Erhöhung zu Allah, Zeichen seiner Andersartigkeit in Bezug auf die übrigen Menschen.
Geburt von Jesus (a.s.)
Wie bekannt, ist eine Geburt keine leichte Angelegenheit. Und ein Baby ohne die Unterstützung einer erfahrenen Person und der passenden medizinischen Behandlung auf die Welt zu bringen, ist noch schwieriger. Maria jedoch, ganz allein, gebar wegen ihrer Loyalität und ihrem Vertrauen Allah gegenüber mühelos und unter den besten Umständen ihr Kind. Dies war eine große Bevorzugung, die Maria zuteil wurde:
Und die Wehen trieben sie zum Stamm einer Dattelpalme. Sie sprach: "O dass ich doch zuvor gestorben und ganz und gar vergessen wäre!"
Da rief unter ihr jemand: "Sorge dich nicht! Dein Herr lässt unter dir Wasser fließen.
Und schüttele nur den Stamm der Palme, dann werden frische, reife Datteln auf dich herunterfallen.
So iss und trink und sei guten Mutes. Und wenn du einen Menschen siehst, dann sprich: "Siehe, ich habe dem Erbarmer gelobt, mich der Rede zu enthalten. Deshalb spreche ich heute zu niemand." (Sure 19:23-26 - Maryam)
Jesus (a.s.) sprach schon in der Wiege
Und (gedenke) derjenigen, die ihre Keuschheit bewahrte, und der Wir von Unserem Geist einhauchten, und die Wir nebst ihrem Sohne zu einem Zeichen für alle Welt machten. (Sure 21:91 - al-Anbiya)
Eines der Ereignisse, mit denen Allah Maria und ihr Volk prüfte, war die wundersame Geburt von Jesus (a.s.). Durch sie sollten die Menschen zum wahren Glauben finden, denn sie bestätigte die Existenz des einen Schöpfers. Doch die Menschen begriffen nicht und sie waren misstrauisch.
O Schwester Aarons! Dein Vater war kein Bösewicht noch war deine Mutter eine Unzüchtige!" (Sure 19:27-28 - Maryam)
Wie aus den obenerwähnten Versen ersichtlich wird, ließen die Leute Maria keine Erklärung abgeben, nachdem sie vom entfernten Platz mit Jesus (a.s.) zurückgekehrt war. Sie nahmen an, dass sie etwas Unerhörtes und Schockierendes getan hatte und verleumdeten sie auf übelste Art und Weise. Und das, obwohl sie Maria fast seit ihrer Geburt an kannten und sich ihrer Reinheit und Gottesfurcht (Taqwa) bewusst waren.
Die Anklagen und Verleumdungen waren eine wahre Prüfung für Maria. Wie konnte eine so reine und fromme Person sich so verhalten haben, wie behauptet wurde? Vor ihrer Geburt wurde ihr von Allah geholfen und bei ihrer Rückkehr wusste Maria, dass jenes Ereignis nur durch den Willen Allahs geschah und dass nur Er sie von diesen grundlosen Verleumdungen entlasten könnte.
In der Tat gab Allah Maria Trost und spornte sie an, ruhig zu bleiben. Er wies sie an, nicht mit ihrem Volk zu sprechen, sondern nur auf Jesus (a.s.) zu deuten, wenn sie sich ihr näherten und versuchten Behauptungen aufzustellen. Auf diese Weise vermied Maria jede mögliche Anstrengung, die ihr solch eine Diskussion wahrscheinlich bereitet hätte. Derjenige, welcher Antworten auf die drängenden Fragen der Leute hatte, war Jesus (a.s.). Als nämlich Allah Maria die gute Nachricht der Geburt von Jesus (a.s.) gab, erzählte Er ihr auch, dass dieser offen zu den Menschen reden würde und zwar noch während er in der Wiege liegen würde.
Und er wird in der Wiege und im Mannesalter zu den Menschen reden und einer der Rechtschaffenen sein. (Sure 3:46 - Al-'Imran)
So machte Allah die Dinge einfacher für Maria und gab den Leuten mit den von Jesus gesprochenen Worten die passende Erklärung. Durch dieses Wunder wandelte sich schließlich der Unglaube der Leute in Glauben um.
Da verwies sie auf ihn. Sie sagten: "Wie sollen wir mit ihm, einem kleinen Kind in der Wiege, reden?"
Er sprach: "Seht, ich bin Allahs Diener. Er hat mir das Buch gegeben und mich zum Propheten gemacht.
Und Er machte mich gesegnet, wo immer ich bin, und befahl mir Gebet und Almosen, so lange ich lebe.
Und Liebe zu meiner Mutter. Und Er hat mich weder gewalttätig noch unheilvoll gemacht.
Und Frieden war mit mir am Tage meiner Geburt und wird es am Tage sein, da ich sterbe, und am Tage, da ich zum Leben erweckt werde!" (Sure 19:29-33 - Maryam)
Kein Zweifel, ein Baby, das in seiner Wiege fließend spricht, ist ein großes Wunder. Die Leute waren darüber sehr erstaunt. Denjenigen jedoch, die trotz des Wunders immer noch falsche Gedanken über Maria hegten, wurde ein Unglück angedroht.
Wunder von Jesus (a.s.)
Neben seiner jungfräulichen Geburt und seinem Sprechen in der Wiege, hat Jesus noch andere Wunder mit der Erlaubnis Allahs vollbracht. Dennoch konnte nur ein Wunder ein neugeborenes Kind so rational und mit Glauben sprechen lassen:
Dann wird Allah sprechen: "O Jesus, Sohn der Maria, gedenke Meiner Gnade gegen dich und deiner Mutter, als Ich dich mit heiliger Eingebung stärkte, auf dass du zu den Menschen in der Wiege und als Erwachsener reden solltest. Und als Ich dich die Schrift und die Weisheit und die Thora und das Evangelium lehrte..." (Sure 5:110 - al-Ma'ida)
Auch von den anderen Wundern berichtet der Quran:
Und ihn zu den Kindern Israels entsenden: "Siehe, ich komme mit einem Zeichen von euerem Herrn zu euch. Wahrlich, ich will euch aus Ton die Gestalt eines Vogels formen und in sie hauchen. Und mit Allahs Erlaubnis soll sie ein Vogel werden. Und ich will die Blindgeborenen und Aussätzigen heilen und mit Allahs Erlaubnis die Toten lebendig machen, und ich will euch verkünden, was ihr essen und was ihr in eueren Häusern aufspeichern sollt. Siehe, hierin ist wahrlich ein Zeichen für euch, wenn ihr gläubig seid. (Sure 3:49 - Al-'Imran)
Trotz alledem gab es immer noch Menschen, die arrogant die Wunder Jesu (a.s.) zurückwiesen und als Zauberei bezeichneten.
Jesus (a.s.) teilt die Botschaft mit,
sowie einige der Schwierigkeiten,
denen er sich ausgesetzt sah
Zur Zeit, als Jesus (as) gesandt wurde, waren die Leute von Israel in komplettem Aufruhr, im politischen und ökonomischen Sinn. Einerseits waren die Menschen den Grausamkeiten der Herrscher ausgeliefert, und andererseits machten andersartige Glaubensrichtungen und Sekten ihnen das Leben schwer. Unter solchen Umständen benötigten die hoffnungslosen Menschen einen Ausweg.
Der Messias, auf den die Menschen lange Zeit warteten, war Jesus (a.s.). Durch den Willen von Allah sprach Jesus (a.s.), als er noch in der Wiege war und die Leute verstanden, dass der erwartete Messias endlich gekommen war. Von dieser Zeit an legten viele ihre Hoffnungen in ihn für eine Rechtleitung.
Jedoch gab es auch einige Leute, die Jesus (a.s.) nicht akzeptieren wollten. Die Verfechter des Systems des Unglaubens seiner Zeit hielten ihn für eine Bedrohung ihrer Existenz. Das ist auch der Grund, warum sie Pläne schmiedeten, ihn zu töten, sobald sie von ihm hörten. Zu ihrer Bestürzung jedoch waren ihre Pläne von Anfang an zum Scheitern verurteilt, was sie allerdings nicht davon abhielt, erklärte Feinde von Jesus während dessen Mission zu sein
Doch nicht nur sie waren gegen Jesus, auch die Mehrheit der Rabbiner stellte sich gegen ihn, indem sie behaupteten, er wolle ihre Religion abschaffen. Doch ihre Opposition zu einem Gesandten Allahs, machte sie selbst zu Ungläubigen. Was Jesus (a.s.) in Wirklichkeit tat, war, Menschen auf den richtigen Weg Allahs zu führen und die falschen Regeln zu beseitigen, die die Rabbiner selbst in die Religion von Moses eingeführt hatten. Die Kinder Israels verzerrten ihre Religion, indem sie verbaten was durch die ursprüngliche Offenbarung erlaubt war und indem sie erlaubten was durch sie verboten war. Auf diese Art veränderten sie vollständig den von Allah offenbarten Weg. Deshalb sandte Allah Jesus (a.s.), um die wahre Religion von allen Hinzufügungen und Verfälschungen zu reinigen. Jesus (a.s.) rief seine Mitmenschen zum Evangelium, die die ursprüngliche Thora (Taurah), die Moses (a.s.) offenbart wurde, bestätigte. Der relevante Vers im Quran lautet:
Und (ich komme zu euch) als ein Bestätiger der Thora, die bereits vor mir da war, und um euch einen Teil von dem zu erlauben, was euch verboten war. Und ich komme zu euch mit einem Zeichen von euerem Herrn. So fürchtet Allah und gehorcht mir. (Sure 3:50 - Al-'Imran)
In einem anderen Vers informiert Allah uns, dass das Evangelium, das Jesus (a.s.) offenbart wurde, eine Rechtleitung zum richtigen Weg für die Gläubigen war und ihnen half, das Gute und Schlechte voneinander zu unterscheiden. Es war auch ein Buch, das die Thora bestätigte:
Und in ihren Spuren ließen wir Jesus folgen, den Sohn der Maria, um die Thora, die vor ihm war, zu bekräftigen. Und Wir gaben ihm das Evangelium mit einer Rechtleitung und einem Licht, die Thora, die vor ihm war, bestätigend als eine Rechtleitung und Ermahnung für die Gottesfürchtigen. (Sure 5:46 - al-Ma'ida)
Die Prominenz unter den Kindern Israels kümmerte sich mehr um die Regeln, die Tradition geworden waren und zweifelte die Botschaft Jesu (a.s.) an und zwar deswegen, weil Jesus (a.s.) nicht den traditionellen Regeln folgte, sondern die Menschen zur Hingabe zu Allah, zum Verzicht auf die Welt, zur Aufrichtigkeit, Bruderschaft und Ehrlichkeit aufforderte. Ein anderes Verständnis der Religion antreffend, waren die Juden frustriert, was Jesus (a.s.) betraf. Im Quran berichtet Allah darüber, wie Jesus (a.s.) die Befehle von Allah mitteilte:
Als nun Jesus mit klaren Beweisen kam, sprach er: "Ich bin mit der Weisheit zu euch gekommen, und um euch etwas von dem zu erklären, worüber ihr uneins seid. So fürchtet Allah und gehorcht mir.
Allah, Er ist wahrlich mein Herr und euer Herr. So dient Ihm! Das ist der gerade Weg."
Doch dann wurden die Sekten untereinander uneins. Wehe denn den Übeltätern ob der Strafe eines schmerzlichen Tages! (Sure 43:63-65 - az-Zukhruf)
Seine Aufrichtigkeit und die unterschiedliche Haltung von Jesus (a.s.) erregten die Aufmerksamkeit der Menschen, und die Zahl seiner Anhänger wuchs.
Die Juden behaupten, dass sie Jesus (a.s.) töteten
Kein Zweifel, jedem ist die Behauptung bekannt, dass die Römer Jesus (a.s.) gekreuzigt hätten. Entsprechend dieser Behauptung verhafteten die Römer und die jüdischen Rabbiner Jesus (a.s.) und kreuzigten ihn. In der Tat glaubt die ganze christliche Welt, dass Jesus (a.s.) starb, aber dann wieder zum Leben kam und zum Himmel aufstieg. Jedoch, wenn wir auf den Quran hinweisen, sehen wir, was wirklich geschah und nicht das, was geglaubt wird:
Und weil sie sprachen: "Siehe, wir haben den Messias Jesus, den Sohn der Maria, den Gesandten Allahs, getötet" - doch weder haben sie ihn getötet, noch gekreuzigt, sondern es erschien ihnen nur etwas Ähnliches. Und siehe, diejenigen, die darüber uneins sind, sind wahrlich im Zweifel über ihn. Sie wissen nichts davon, sondern folgen nur Vermutungen. Und sie töteten ihn mit Gewissheit nicht! Ganz im Gegenteil: Allah erhöhte ihn zu Sich; und Allah ist mächtig und weise. (Sure 4:157-158 - an-Nisa)
Die Tatsache, die der Quran uns mitteilt, ist ganz offensichtlich. Die Versuche der Römer, angestachelt von den Juden, Jesus (a.s.) zu ermorden, waren erfolglos. Der Ausdruck im oben genannten Vers "...es erschien ihnen nur etwas Ähnliches..." erklärt die tatsächlichen Umstände dieses Vorfalles. Jesus (a.s.) wurde nicht getötet, sondern er wurde zu Allah emporgehoben. Auch in einem anderen Vers sagt Allah, dass Er Selbst Jesus Frist ablaufen lassen und ihn zu Sich erheben würde:
Damals sprach Allah: "O Jesus! Ich will dich verscheiden lassen und zu Mir erheben. Und will dich von den Ungläubigen befreien und diejenigen, welche dir folgen, über die Ungläubigen setzen, bis zum Tage der Auferstehung. Dann ist zu Mir euere Wiederkehr, und Ich will zwischen euch über das richten, worin ihr uneins wart" (Sure 3:55 - Al-'Imran)
Wir analysieren die tatsächliche Bedeutung des Wortes "verscheiden lassen" im folgenden Kapitel. Andere wichtige Beweisstücke, welche der Quran über dieses Thema zur Verfügung stellt, sind die allgemeinen Ausdrücke, die für den Tod anderer Propheten verwendet wurden. Diese Ausdrücke sind sehr klar. Zum Beispiel im 155. Vers der Sure an-Nisa gibt es ein deutliches Beispiel. Der Vers heißt wie folgt: "Und weil sie ihr Versprechen brachen und Allahs Zeichen verleugneten und die Propheten ungerechterweise töteten und sprachen: "Unsere Herzen sind hinter einem Schleier...". Der Ausdruck, der für Jesus (a.s.) im Quran verwendet wird, ist sehr klar: "...doch weder haben sie ihn getötet, noch gekreuzigt, sondern es erschien ihnen nur etwas Ähnliches..." Diese Aussage betont ausdrücklich, dass Jesus (a.s.) nicht getötet wurde, gleichgültig, welche Methode für dieses Ende
JESUS' (a.s.) RÜCKKEHR ZUR ERDE
Eine Untersuchung der Verse über Jesus (a.s.) im Quran zeigt, dass Jesus (a.s.) weder starb, noch getötet wurde, sondern das er zu Allah erhöht wurde.
Der in diesem Zusammenhang stehende Vers aus Sure an-Nisa lautet wie folgt:
Und weil sie sprachen: "Siehe, wir haben den Messias Jesus, den Sohn der Maria, den Gesandten Allahs, getötet" - doch weder haben sie ihn getötet, noch gekreuzigt, sondern es erschien ihnen nur etwas Ähnliches. Und siehe, diejenigen, die darüber uneins sind, sind wahrlich im Zweifel über ihn. Sie wissen nichts davon, sondern folgen nur Vermutungen. Und sie töteten ihn mit Gewissheit nicht! Ganz im Gegenteil: Allah erhöhte ihn zu Sich; und Allah ist mächtig und weise. (Sure 4:157-158 - an-Nisa)
In einigen deutschen Übersetzungen sehen wir, dass weitere Verse übersetzt wurden, um den Sinn zu ergeben, dass der Prophet Jesus (a.s.) starb, bevor er von Allah emporgehoben wurde. Diese Verse sind folgend übersetzt:
Damals sprach Allah: "O Jesus! Ich will dich sterben lassen (tawaffa) und zu Mir erheben..." (Sure 3:55 - Al-'Imran)
Im 117. Vers der Sure al-Ma'ida wird der Fall in den Worten von Prophet Jesus' (a.s.) zitiert, um auch darauf hinzudeuten, dass er starb:
Nichts anderes sagte ich zu ihnen, als was Du mir aufgetragen hattest, nämlich: "Dient Allah, meinem Herrn und euerem Herrn!" Und ich war ihr Zeuge, solange ich unter ihnen weilte. Seitdem Du mich sterben ließest (tawaffa), bist Du der Wächter über sie gewesen; und Du bist aller Dinge Zeuge. (Sure 5:117 - al-Ma'ida)
Jedoch zeigt die arabische Bedeutung des Verses oben, dass der Prophet Jesus (a.s.) nicht in dem Sinne starb, wie wir es verstehen. Auf Arabisch ist das Wort, das in diesen Versen oft als "sterben" übersetzt wird "tawaffa" und kommt von der Wurzel "wafa - erfüllen". Tawaffa bedeutet nicht wirklich den "Tod", sondern mehr "das Zurücknehmen der Seele" entweder im Schlaf oder im Tod. Auch vom Quran verstehen wir, dass "das Zurücknehmen der Seele" nicht unbedingt den Tod bedeutet. Zum Beispiel in einem Vers, in dem das Wort "tawaffa" verwendet wird, bedeutet es nicht den Tod eines menschlichen Wesens, sondern "seine Seele in seinem Schlaf zurücknehmen":
Er ist es, der euch zu Sich nimmt (yatawaffakum) zur Nacht und Er weiß, was ihr während des Tages tun werdet, an dem Er euch erweckt, damit ein bestimmter Termin erfüllt wird. Zu Ihm ist euere Heimkehr. Dann lässt Er euch wissen, was ihr getan habt. (Sure 6:60 - al-An'am)
Das Wort, das in diesem Vers für "zu Sich nehmen" verwendet wird, ist dasselbe wie das, was im 55. Vers der Sure Al-'Imran verwendet wird. Das heißt, in beiden Versen wird das Wort "tawaffa" verwendet und es ist ganz klar, dass man nicht im seinem Schlaf stirbt. Folglich, was hier verstanden werden muss, ist, dass nur "die Seele eingezogen" wird.
Dasselbe ist auch für den folgenden Vers zutreffend:
Allah nimmt zur Zeit ihres Todes die Seelen zu Sich (tawaffa), und (die Seelen) derer, welche nicht gestorben sind, in ihrem Schlaf. Diejenigen, über die Er den Tod verhängt hat, behält Er; die andern sendet Er zurück, bis zu einem bestimmten Termin. Darin sind fürwahr Zeichen für nachdenkliche Leute. (Sure 39:42 - az-Zumar)
Wie diese Verse zu verstehen geben, nimmt Allah die Seele des Schlafenden zeitweise zu sich, jedoch schickt Er die Seelen von denen, deren Tod noch nicht beschlossen wurde, wieder zurück. In diesem Zusammenhang stirbt man in seinem Schlaf nicht. Nur für eine kurze Zeit verlässt die Seele den Körper und bleibt in einer anderen Dimension. Wenn wir aufwachen, kehrt die Seele zum Körper zurück.(1)
Imam Al-Qurtubi macht klar, dass es drei Bedeutungen zur Bezeichnung 'wafat' gibt: Das "wafat" des Todes, das "wafat" des Schlafes und das letzte, das "wafat" dessen, der von Allah emporgehoben wird, wie im Fall von Jesus (a.s.).
Zusammenfassend können wir sagen, dass Jesus (a.s.) in einem besonderen Zustand gewesen war, emporgehoben zu Allah. Was er wirklich erlebte, war nicht der Tod in dem Sinn, wie wir ihn verstehen, sondern nur ein Abschied von dieser Dimension. Gewiss Allah weiß dies am besten.
Jesus (a.s.) wird zur Erde zurückkommen
Nach dem, was bis jetzt ausgeführt worden ist, ist klar, dass Jesus (a.s.) nicht starb, sondern von Allah zu Sich emporgehoben wurde. Jedoch gibt es einen weiteren Punkt, der vom Quran unterstrichen wird: Jesus (a.s.) wird zur Erde zurückkommen.
Der Quran erklärt ausdrücklich diese Rückkehr von Jesus (a.s.) zur Erde.
Der 55. Vers der Sure Al-'Imran ist einer der Verse, die beweisen, dass Jesus (a.s.) zurückkommen wird:
Die Erklärung im Vers "Und will dich von den Ungläubigen befreien und diejenigen, welche dir folgen, über die Ungläubigen setzen, bis zum Tage der Auferstehung." ist wichtig. Hier gibt es einen Hinweis auf eine Gruppe, die ausschließlich an Jesus (a.s.) festhält und welche bis zum Jüngsten Tag über die Ungläubigen gestellt wird. Wer aber sind diese Anhänger? Sind sie die Jünger, die zur Zeit von Jesus (a.s.) lebten, oder sind sie die heutigen Christen?
Etwas früher in diesem Kapitel analysierten wir die Verse 157-158 der Sure an-Nisa. Gleich nach diesen Versen sagt Allah im 159. Vers der Sure an-Nisa Folgendes:
Dennoch wird in den Versen 157 und 158, welche die zwei Verse sind, die diesem Vers vorangehen, dasselbe Wort "ihn" ohne Zweifel für Jesus (a.s.) verwendet.
Dass Jesus (a.s.) gegen Ende der Zeit zur Erde zurückkommen wird, wird auch in einem anderen Vers in Sure 43:61 - az-Zukhruf erwähnt.
Beginnend mit Vers 57 der Sure az-Zukhruf, gibt es einen Hinweis auf Jesus (a.s.):
Seht, er war nur ein Diener, dem Wir Gnade erwiesen hatten. Und Wir machten ihn zu einem Beispiel für die Kinder Israels.
Hätten Wir es gewollt, hätten Wir aus euch (sogar) Engel machen können, die auf Erden einander nachfolgen. (Sure 43:57-60 - az-Zukhruf)
Ein anderer Vers, der auf das Wiederkommen von Jesus (a.s.) hindeutet, ist der folgende:
Und er wird in der Wiege und im Mannesalter zu den Menschen reden und einer der Rechtschaffenen sein."
Sie sagte: "Mein Herr, wie soll ich einen Sohn bekommen, wo mich doch kein Mann jemals berührte?" Er sprach: "Allah schafft, was Er will. Wenn Er eine Sache beschlossen hat, spricht Er nur zu ihr "Sei!" und sie ist.
Und Er wird ihn das Buch und die Weisheit und die Thora und das Evangelium lehren. (Sure 3:45-48 - Al-'Imran)
die diese Welt verließen und dann
nach Hunderten von Jahren zurückkamen
Allah berichtet darin von Jünglingen, die gezwungen wurden, Zuflucht vor der grausamen Tyrannei des Kaisers jener Zeit in einer Höhle zu suchen. Es wird erzählt, dass sie einschliefen und nach Jahren des Schlafes aufgewacht sind. Der Quran sagt dazu Folgendes:
MATERIALISMUS UND NATURALISMUS VOR DER ENDZEIT
Im Risale-i Nur Gesamtwerk, einem quranischen Kommentar, der von Said Nursi, auch bekannt als Bediuzzaman geschrieben wurde (das Wunder des Alters), einem der islamischen Gelehrten des 20. Jahrhunderts, ist umfangreicher Hinweis auf das Ende der Zeit und das zweite Kommen von Jesus (a.s.) enthalten.
Es ist eine Tatsache, dass heutige muslimische Gemeinschaften unterschiedliche Meinungen vertreten. Jedoch stimmt eine große Anzahl von Muslimen aus den verschiedensten Kulturkreisen darin überein, dass Bediuzzaman einer der wichtigsten Gelehrten des 13. Jahrhunderts war (muslimischer Kalender). Deshalb sind auch die ausführlichen Beschreibungen des Endes der Zeit durch Bediuzzaman von großem Wert für alle Muslime.
In diesen Erklärungen gibt Bediuzzaman an, dass zwei philosophische Bewegungen, beschrieben als ernste Bemühungen, den Unglauben zu verbreiten, auf der Erde Unordnung verursachen würden. Die erste wird eine verborgene Drohung gegen den Islam sein, während die zweite öffentlich die Existenz von Allah zurückweisen wird. Diese zweite Bewegung beinhaltet materialistisches und naturalistisches Gedankengut, das behauptet, Materie sei eine absolute Existenz, die schon immer existiert habe und ewig existieren werde. Beide Bewegungen stehen dafür, dass Lebewesen zufälligerweise aus unbelebter Materie entstanden sind. (Der Naturalismus ist bekannt als die philosophische Dimension von Darwins Evolutionstheorie.)
Diese Definition stellt die Grundlage aller Ideologien zur Verfügung, die die Existenz Allahs verweigern. Seit frühen Zeiten waren die Materialisten gegen jede von Allah offenbarte Religion, kämpften gegen ihre Verfechter, unterdrückten die Menschen, führten Kriege und öffneten Wege zu jeder Art Degeneration innerhalb der Gesellschaft.
Jesus (a.s.), wird auch nach seinem Wiederkommen zur Erde gegen diese materialistischen und naturalistischen Bewegungen kämpfen und durch Allah's Willen den Sieg über sie davontragen. Bediuzzaman lenkt in seinen Büchern die Aufmerksamkeit auf die materialistische Bewegung:
Was nun die zweite Strömung betrifft, so wird sie eine aus der naturalistischen, materialistischen Philosophie entstehende Strömung sein, allmählich wachsen und sich in der Endzeit durch die materialistische Philosophie ausbreiten und bis zum Grade der Gottesleugnung erstarken.(4)
Bediuzzaman kündigt an, dass Jesus (a.s.) zu solch einer Zeit auf die Erde kommen wird, wenn nämlich der Unglaube die Welt beherrscht. Wie die folgenden Worte von Bediuzzaman aussagen, wird Jesus (a.s.) nach seinem Wiederkommen anhand des Qurans entscheiden und alle Bigotterie im Christentum beseitigen. Vereinigt gegen den Unglauben werden die Christen, die den Islam annehmen, über die ungläubigen Ideologien mit Hilfe der Anleitung durch den Quran vorherrschen. Das in diesem Zusammenhang stehende Kapitel im Risale-i Nur ist folgendes:
So wird denn in einer solchen Zeit, in der sich diese Strömung als so stark erweist, der wahre christliche Glaube in Erscheinung treten, der die geistige Kraft von Hasrat Isa ist, das heißt, er wird aus dem Himmel der göttlichen Barmherzigkeit herabsteigen, der derzeitige christliche Glaube wird sich zu dieser Wahrheit hin reinigen, den Aberglauben und die Missdeutungen der Schrift aufgeben, sich mit der Wahrheit des Islam vereinigen, und die christliche Religion wird sich innerlich in eine Art von Islam umwandeln… Und sie wird dem Qur'an nacheifern; die geistige Kraft des Christentum wird in der Gefolgschaft des Islam und der Islam sein Vorbild bleiben. Der wahre Glaube wird aus dieser Vereinigung eine gewaltige, große Kraft schöpfen. Solange Christentum und Islam noch voneinander getrennt sind, werden sie den gottlosen Strömungen unterlegen sein. Sobald sie sich aber vereinigt haben, werden sie die gottlosen Strömungen besiegen und vernichten. Hasret Isa (Friede sei mit ihm), der sich in seiner menschlichen Erscheinung in der himmlichen Welt befindet, wird sich an die Spitze dieser Bewegung des wahren Glaubens stellen. Davon hat uns der getreue Herold, gestützt auf die Verheißung Dessen, Der aller Dinge mächtig ist, Kunde gebracht. Da er uns diese Kunde gebracht hat, ist dies wahr. Da der Allmächtige über alle Dinge es verheißen hat, wird es mit Sicherheit geschehen.(5)
In allen seinen Beschreibungen des zweiten Kommens Jesu zeigt Bediuzzaman an, dass Jesus (a.s.) alle Systeme von Ungläubigen in dieser Periode entfernen wird. Er fügt weiter hinzu, dass er große Unterstützung von den Muslimen bekommen wird. Jesus (a.s.) wird als ein Muslim dienen und hinter dem Imam der Muslime beten und zusammen mit den rechten Leuten aus der islamischen Welt arbeiten und die Führung annehmen, indem er den Quran und seine Lehren verbreitet, und die laufende Gewalttätigkeit des Systems der Ungläubigen entfernt:
WIE KÖNNEN WIR JESUS (A.S.) ERKENNEN?
Wer kann Jesus (a.s.) erkennen?
In den vorigen Kapiteln, wurde erläutert, dass Jesus (a.s.) zu Allah emporgehoben wurde und zur Welt zurückkommen wird.
Nach allem, was bis jetzt gesagt worden ist, fragt man sich:
"Wie können wir denn Jesus (a.s.) erkennen, wenn er wieder auf die Erde kommt und welche von seinen Eigenschaften macht ihn besonders erkennbar?" Gegenwärtig sind die einzigen Quellen, auf die man diesbezüglich verweisen kann, wiederum der Quran und die authentische Sunna.
Der Quran, entweder in Versen oder spezifischen Geschichten, liefert uns verschiedene Erklärungen bezüglich der Propheten der Vergangenheit. Viele gemeinsame Eigenschaften der Propheten und der wahren Gläubigen finden im Quran Erwähnung. Außerdem ist es auch möglich, alle Eigenschaften der Gläubigen in den Versen zu finden. In diesem Zusammenhang werden die überlegenden Attribute von Jesus (a.s.) bezüglich des Glaubens auch im Quran beschrieben. Folglich können aufrichtige Gläubige, auf den Quran hinweisend, diese überlegenen Attribute einschätzen und ihn somit erkennen.
An diesem Punkt muss man sich klarmachen, dass, Jesus (a.s.) zu erkennen nicht jedem möglich sein mag. Bediuzzaman Said Nursi sagte Folgendes dazu:
Es ist nicht notwendig, dass jeder Hasrat Isa als den wahren Jesus erkennt. Die ihm nahe stehen und die Auserwählten werden ihn im Lichte des Glaubens erkennen. Es ist jedoch nicht selbstverständlich, dass jeder ihn erkennt.(7)
Wie auch die Meinung von Bediuzzaman ist, erkennt nur eine kleine Gruppe von Menschen, die Jesus nahestehen, den Propheten während der frühen Jahre seines zweiten Kommens. Dieses Erkennen ist nur durch "das Licht des Glaubens" möglich. Dieser Satz bedarf allerdings einer weiteren Erklärung: "Das Licht des Glaubens" ist das Verständnis, das Allah denen gegeben hat, die an Ihn glauben und die die Gebote des Qurans befolgen. Mit solch einem Verständnis können Gläubige Situationen auf das Genauste bewerten und Einzelheiten der Geschehnisse ohne Schwierigkeiten verstehen. Wie uns der Quran mitteilt, sind die Gläubigen diejenigen, die über alles, was sie umgibt, nachdenken und folglich niemals Einzelheiten und feinere Gesichtspunkte übersehen. In der Tat gibt Allah den Menschen zu verstehen, dass Er denjenigen die Fähigkeit zusprechen wird, zwischen richtig und falsch unterscheiden zu können, die über jede Sache nachdenken und somit die Größe Allahs erkennen und Ihn fürchten:
O ihr, die ihr glaubt! Wenn ihr Allah fürchtet, wird Er euch das Vermögen zur Unterscheidung (von gut und böse) geben und euch euere Missetaten vergeben und euch verzeihen; und Allah ist voll großer Huld. (Sure 8:29 - al-Anfal)
So also werden die, die Jesus (a.s.) während seines zweiten Kommens erkennen und an ihm festhalten, genau diejenigen sein, die an Allah und den Quran glauben und gründlich über alle Dinge nachdenken. Auch Bediuzzaman Said Nursi lenkt die Aufmerksamkeit auf diese Tatsache:
In der Tat, wenn Jesus kommt, wird er sich dessen bewusst sein, wer er ist, doch nicht alle haben dieses Wissen! (8)
kann man Jesus (a.s.) erkennen?
Um Antwort auf diese Frage zu erhalten, müssen wir uns des Qurans bedienen, und zwar sollten wir zuallererst nach Eigenschaften suchen, die allen Propheten, die im Quran erwähnt werden, gemeinsam sind. Es gibt viele solcher Eigenschaften. Doch in diesem Abschnitt wollen wir uns mit den offensichtlichsten Eigenschaften begnügen, die uns sofort auffallen.
durch seine einzigartigen moralischen Werte
Wie alle anderen von Allah ausgewählten Propheten, die Seine Botschaft der Menschheit verkünden, verkörpert auch Jesus in sich die höchsten moralischen Werte. Seine auffallenste Eigenschaft ist seine beispielhafte Persönlichkeit, die in der Gesellschaft, in der er lebt, sofort ins Auge fällt. Er ist in der Tat von einem bis dahin unerhörten, vorbildlichen Charakter, der jeden sofort in seinen Bann zieht. Er ist eine außerordentliche pflichtbewusste, mutige und starke Person, ein Manifest des Vertrauens und des reinen Glaubens an Allah. Mit solchen Zügen hat er einen ungemeinen Einfluss auf seine Mitmenschen. Diese Überlegenheit, die allen Propheten gemeinsam ist, wird im Quran wie folgt dargelegt:
Jesus (a.s.) ist also einer der ausgewählten Propheten Allahs. Im folgenden Vers sagt Allah über ihn:
erkannt werden, der allein nur den Propheten eigen ist
und entschiedener Redekunst
den Gläubigen gegenüber
Eine weitere Eigenschaft, die allen Gesandten eigen ist, ist ihre "mitleidvolle und barmherzige" Natur gegenüber den Gläubigen. Durch diese beiden Attribute versuchen sie nämlich, den Charakter ihrer Anhänger zu vervollkommnen für ihr Wohlergehen im Diesseits und im Jenseits. Auch Jesus' herausragenste Eigenschaft wird diese Barmherzigkeit sein, die er den Gläubigen entgegenbringt. Allah spricht von diesem Attribut, wie auch im letzten der Gesandten Muhammad (saws) illustriert, wie folgt:
oder Bekannte auf Erden haben
Wie zuvor erklärt, kam Jesus (a.s.) auf Geheiß Allahs, durch den Befehl "Sei!" auf diese Welt.
Nach tausenden von Jahren ist es natürlich, dass er keine Verwandten mehr auf Erden haben wird. Allah vergleicht seine Situation mit der von Adam, als er sagt:
Das Wissen unsichtbarer und zukünftiger Ereignisse liegt einzig bei Allah. Trotzdem ist es gewiss, dass diejenigen, die diese gesegnete Zeit und diese Person erwarten, wichtige Verantwortungen übernehmen müssen. So wie Jesus (a.s.) alle Gläubigen beschützen und leiten wird, so müssen auch die Gläubigen Jesus (a.s.) unterstützen und ihm bei seinen Diensten für Allah behilflich sein. Denn dieses Mal sollten die Gläubigen Jesus (a.s.) keinen Anlass geben zu fragen "...Welches sind meine Helfer auf dem Weg zu Allah?.." (Sure 3:52 - Al-'Imran) Denn sonst würde man tiefes Bedauern und Qual in dieser Welt und im Jenseits empfinden. Allah droht den Undankbaren:
Friede sei mit den Gesandten! Alles Lob gebührt Allah, dem Herrn der Welten! (Sure 37:181-182 - as-Saffat)
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