Jesus (a.s.), der vor 2000 Jahren lebte, ist ein gesegneter Gesandter Allahs. Er wird in dieser Welt wie auch im Jenseits hoch geachtet, wie im Quran berichtet wird. Die wahre Religion, die von ihm überbracht wurde, ist heute nur noch als Name bekannt; von der ursprünglichen Lehre, mit der Jesus kam, ist heute nur noch ein Zerrbild vorhanden. Ebenso existiert das Buch in seiner ursprünglichen Form heute nicht mehr. Christliche Quellen wurden durch verschiedene Änderungen und Verzerrungen entstellt. Folglich ist es heute höchst unwahrscheinlich, wahres Wissen bezüglich Jesu Christi (a.s.) aus diesen Quellen beziehen zu können.
Die einzigen Quellen, von denen wir genaues Wissen über Jesus (a.s.) haben , sind der Quran, das Buch, das Allah unverändert bis zum Tag des Gerichts bewahren wird und die Sunna Seines Gesandten Muhammad (s.a.w.s.). Im Quran berichtet Allah über die Geburt und das Leben Jesu (a.s.), über die Menschen, die ihn umgaben und vieles andere mehr. Außerdem informieren die quranischen Verse uns über das Leben Marias, bevor sie Jesus (a.s). gebar, wie sie auf wunderbare Weise schwanger wurde und wie die Menschen, die sie umgaben, darauf reagierten. Ebenso gibt Allah die gute Nachricht, dass Jesus (a.s.) ein zweites Mal auf die Welt kommen wird.
In diesem Kapitel lesen wir einige der Aussagen, die im Quran über Jesus (a.s.) zu finden sind.
Die Geburt von Maria und wie sie aufgezogen wurde
Maria, die auserwählt wurde, Jesus (a.s.) zu gebären, wurde in einer Zeit der Unordnung geboren, als die Kinder Israels alle ihre Hoffnungen auf das Kommen eines Messias setzten. Sie kam aus einer noblen Familie, der Familie von 'Imran. Allah bevorzugte diese Familie über den Rest der Menschen.
Die Mitglieder der Familie von 'Imran waren als tiefgläubige Menschen bekannt. Bei all ihren Taten wandten sie sich an Allah, um nicht die von Ihm gesetzten Grenzen zu überschreiten. Als 'Imrans Frau erfuhr, dass sie schwanger war, rief sie ihren Schöpfer an und widmete sich dem, was sie unter ihrem Herzen trug. Allah berichtet darüber wie folgt:
Als die Frau von (dem Hause) 'Imran betete: "Mein Herr, ich gelobe Dir zu eigen, was in meinem Schosse ist. So nimm es von mir an. Siehe, Du bist der Hörende, der Wissende."
Und als sie es geboren hatte, sprach sie: "Mein Herr, siehe, ich habe ein Mädchen geboren." Allah wusste wohl, was sie geboren hatte; denn ein Junge ist nicht wie ein Mädchen. "Und ich habe es Maria genannt und ich suche ja für sie und ihre Nachkommenschaft bei Dir Schutz vor dem verfluchten Satan." (Sure 3:35-36 - Al-'Imran)
Als Maria geboren wurde, suchte Imrans Frau nur das Wohlgefallen Allahs. Sie betete zu Ihm und legte Maria und ihre Kinder in Seine Obhut aus Schutz vor Satan. Als Gegenleistung für ihre Aufrichtigkeit und ihr Gebet gab Allah Maria edle Tugenden. Im Quran erklärt Allah, wie Maria unter Seinem Schutz und seiner Pflege aufgezogen wurde.
Und so nahm Allah sie von ihr huldreich an und ließ sie in holdem Wachstum wachsen. Und Zacharias pflegte sie..." (Sure 3:37 - Al-'Imran)
Sowie Allah die Familie von 'Imran auserwählte, so wählte er auch Maria, ein Mitglied dieser Familie, aus und liess ihr eine aussergewöhnliche Erziehung zukommen. Er reinigte sie und erhob sie über alle anderen Frauen. Der Quran sagt dazu:
Und als die Engel sprachen: "O Maria! Wahrlich Allah hat dich auserwählt und gereinigt und vor den Frauen aller Welt ausgewählt.
O Maria! Sei andachtsvoll vor deinem Herrn und wirf dich nieder und verneige dich mit den sich Verneigenden. (Sure 3:42-43 - Al-'Imran)
In der Gemeinschaft, in der sie lebte, wuchs Maria zu einer Person heran, die mit ihrer Loyalität und Aufrichtigkeit Allah gegenüber bekannt war. Sie wurde besonders als eine Frau bekannt, "welche ihre Keuschheit schützte".
Und (als weiteres Beispiel) Maria, Imrans Tochter, die ihre Keuschheit bewahrte. Dann hauchten Wir von Unserem Geist in sie ein. Und sie glaubte an die Worte ihres Herrn und an Seine Schriften und war eine der stets Dienenden. (Sure 66:12 - at-Tahrim)
Maria wird Schwanger
Und berichte im Buch über Maria. Als sie sich von ihren Angehörigen an einen östlichen Ort zurückzog, und sich von ihnen absonderte, da sandten Wir Unseren Geist zu ihr, und er erschien ihr wie ein vollkommener Mann. Sie sprach: "Ich suche Zuflucht vor dir beim Erbarmer! Wenn du gottesfürchtig bist, (lass ab.)" Er sprach: "Ich bin nur ein Bote deines Herrn, um dir einen reinen Sohn zu schenken." (Sure 19:16-19 - Maryam)
Wie aus den obenstehenden Versen hervorgeht, zog sich Maria von ihren Leuten an einen östlichen Ort zurück und verbrachte dort einen Teil ihres Lebens. Genau in dieser Phase erschien ihr Dschibril (Gabriel) auf Befehl Allahs. Maria, eine vortreffliche und tugendhafte Frau, war tief durch das Erscheinen des Fremden verstört. Dieser jedoch erklärte, dass er ein Engel war, der von Allah geschickt wurde, um ihr die frohe Nachricht eines Sohnes zu geben:
Als die Engel sprachen: "O Maria! Wahrlich, Allah verkündet dir (frohe Botschaft) durch ein Wort von Ihm: (einen Sohn), sein Name ist Messias, Jesus, der Sohn der Maria, angesehen in dieser Welt und im Jenseits und einer der (Allah) Nahestehenden." (Sure 3:45 - Al-'Imran)
Maria fragte daraufhin, wie sie denn einen Sohn haben könnte, wo doch kein Mann sie jemals berührt hatte:
Sie sprach: "Wie soll ich einen Sohn bekommen, wo mich kein Mann berührt hat und ich nie eine Unzüchtige war? Er sprach: "So sei es! Dein Herr hat gesagt: "Dies ist Mir ein Leichtes! Und Wir wollen ihn zu einem Zeichen für die Menschen machen und zu einer Barmherzigkeit von Uns. Und das ist eine beschlossene Sache." Und so empfing sie ihn und zog sich mit ihm an einen entlegenen Ort zurück. (Sure 19:20-22 - Maryam)
Sie sagte: "Mein Herr, wie soll ich einen Sohn bekommen, wo mich doch kein Mann jemals berührte?" Er sprach: "Allah schafft, was Er will. Wenn Er eine Sache beschlossen hat, spricht Er nur zu ihr "Sei!" und sie ist. (Sure 3:47 - Al-'Imran)
Während ihrer Schwangerschaft blieb Maria am "entlegenen Ort", der in den oben genannten Versen erwähnt wird. Dort weilte sie unter dem Schutz des Allmächtigen. Alles, dessen sie bedurfte, wurde ihr auf wundersame Weise von Allah gewährt.
Jesus (a.s.) ist das Wort Allahs
Im Quran lenkt Allah unsere Aufmerksamkeit auf die Tatsache, dass von seiner Geburt bis zu seinem Verlassen der Erde, Jesus (a.s.) sich von allen anderen Menschen auf der Erde unterscheidet. Der Quran bestätigt seine reine Geburt, eine Art der Schöpfung, mit der wir nicht vertraut sind. Vor seiner Geburt informierte Allah seine Mutter über viele von Jesus' (a.s.) Eigenschaften, einschließlich, dass er als Messias den Kindern Israels gesandt würde. Er wurde auch als "das Wort Allahs" bezeichnet:
...Der Messias Jesus, der Sohn der Maria, war ein Gesandter Allahs und Sein Wort, das Er Maria entbot, mit einer Seele, geschaffen von Ihm..." (Sure 4:171 - an-Nisa)
Als die Engel sprachen: "O Maria! Wahrlich, Allah verkündet dir (frohe Botschaft) durch ein Wort von Ihm: (einen Sohn), sein Name ist Messias, Jesus, der Sohn der Maria, angesehen in dieser Welt und im Jenseits, einer der (Allah) Nahestehenden." (Sure 3:45 - Al-'Imran)
Allah gab ihm seinen Namen vor seiner Geburt wie bei Yahya (Johannes) (a.s.). Normalerweise geben natürlich die Familien ihren Kindern die Namen, jedoch im Fall von Jesus (a.s.) war das anders. Allah gab ihm den Namen Messias, Jesus, Sohn der Maria. Das ist ein klares Zeichen, dass Jesus nicht wie andere Menschen erschaffen wurde. Tatsächlich sind seine Geburt und die Wunder, die er während seines Lebens vollbrachte und seine Erhöhung zu Allah, Zeichen seiner Andersartigkeit in Bezug auf die übrigen Menschen.
Geburt von Jesus (a.s.)
Wie bekannt, ist eine Geburt keine leichte Angelegenheit. Und ein Baby ohne die Unterstützung einer erfahrenen Person und der passenden medizinischen Behandlung auf die Welt zu bringen, ist noch schwieriger. Maria jedoch, ganz allein, gebar wegen ihrer Loyalität und ihrem Vertrauen Allah gegenüber mühelos und unter den besten Umständen ihr Kind. Dies war eine große Bevorzugung, die Maria zuteil wurde:
Und die Wehen trieben sie zum Stamm einer Dattelpalme. Sie sprach: "O dass ich doch zuvor gestorben und ganz und gar vergessen wäre!"
Da rief unter ihr jemand: "Sorge dich nicht! Dein Herr lässt unter dir Wasser fließen.
Und schüttele nur den Stamm der Palme, dann werden frische, reife Datteln auf dich herunterfallen.
So iss und trink und sei guten Mutes. Und wenn du einen Menschen siehst, dann sprich: "Siehe, ich habe dem Erbarmer gelobt, mich der Rede zu enthalten. Deshalb spreche ich heute zu niemand." (Sure 19:23-26 - Maryam)
Jesus (a.s.) sprach schon in der Wiege
Und (gedenke) derjenigen, die ihre Keuschheit bewahrte, und der Wir von Unserem Geist einhauchten, und die Wir nebst ihrem Sohne zu einem Zeichen für alle Welt machten. (Sure 21:91 - al-Anbiya)
Eines der Ereignisse, mit denen Allah Maria und ihr Volk prüfte, war die wundersame Geburt von Jesus (a.s.). Durch sie sollten die Menschen zum wahren Glauben finden, denn sie bestätigte die Existenz des einen Schöpfers. Doch die Menschen begriffen nicht und sie waren misstrauisch.
O Schwester Aarons! Dein Vater war kein Bösewicht noch war deine Mutter eine Unzüchtige!" (Sure 19:27-28 - Maryam)
Wie aus den obenerwähnten Versen ersichtlich wird, ließen die Leute Maria keine Erklärung abgeben, nachdem sie vom entfernten Platz mit Jesus (a.s.) zurückgekehrt war. Sie nahmen an, dass sie etwas Unerhörtes und Schockierendes getan hatte und verleumdeten sie auf übelste Art und Weise. Und das, obwohl sie Maria fast seit ihrer Geburt an kannten und sich ihrer Reinheit und Gottesfurcht (Taqwa) bewusst waren.
Die Anklagen und Verleumdungen waren eine wahre Prüfung für Maria. Wie konnte eine so reine und fromme Person sich so verhalten haben, wie behauptet wurde? Vor ihrer Geburt wurde ihr von Allah geholfen und bei ihrer Rückkehr wusste Maria, dass jenes Ereignis nur durch den Willen Allahs geschah und dass nur Er sie von diesen grundlosen Verleumdungen entlasten könnte.
In der Tat gab Allah Maria Trost und spornte sie an, ruhig zu bleiben. Er wies sie an, nicht mit ihrem Volk zu sprechen, sondern nur auf Jesus (a.s.) zu deuten, wenn sie sich ihr näherten und versuchten Behauptungen aufzustellen. Auf diese Weise vermied Maria jede mögliche Anstrengung, die ihr solch eine Diskussion wahrscheinlich bereitet hätte. Derjenige, welcher Antworten auf die drängenden Fragen der Leute hatte, war Jesus (a.s.). Als nämlich Allah Maria die gute Nachricht der Geburt von Jesus (a.s.) gab, erzählte Er ihr auch, dass dieser offen zu den Menschen reden würde und zwar noch während er in der Wiege liegen würde.
Und er wird in der Wiege und im Mannesalter zu den Menschen reden und einer der Rechtschaffenen sein. (Sure 3:46 - Al-'Imran)
So machte Allah die Dinge einfacher für Maria und gab den Leuten mit den von Jesus gesprochenen Worten die passende Erklärung. Durch dieses Wunder wandelte sich schließlich der Unglaube der Leute in Glauben um.
Da verwies sie auf ihn. Sie sagten: "Wie sollen wir mit ihm, einem kleinen Kind in der Wiege, reden?"
Er sprach: "Seht, ich bin Allahs Diener. Er hat mir das Buch gegeben und mich zum Propheten gemacht.
Und Er machte mich gesegnet, wo immer ich bin, und befahl mir Gebet und Almosen, so lange ich lebe.
Und Liebe zu meiner Mutter. Und Er hat mich weder gewalttätig noch unheilvoll gemacht.
Und Frieden war mit mir am Tage meiner Geburt und wird es am Tage sein, da ich sterbe, und am Tage, da ich zum Leben erweckt werde!" (Sure 19:29-33 - Maryam)
Kein Zweifel, ein Baby, das in seiner Wiege fließend spricht, ist ein großes Wunder. Die Leute waren darüber sehr erstaunt. Denjenigen jedoch, die trotz des Wunders immer noch falsche Gedanken über Maria hegten, wurde ein Unglück angedroht.
Wunder von Jesus (a.s.)
Neben seiner jungfräulichen Geburt und seinem Sprechen in der Wiege, hat Jesus noch andere Wunder mit der Erlaubnis Allahs vollbracht. Dennoch konnte nur ein Wunder ein neugeborenes Kind so rational und mit Glauben sprechen lassen:
Dann wird Allah sprechen: "O Jesus, Sohn der Maria, gedenke Meiner Gnade gegen dich und deiner Mutter, als Ich dich mit heiliger Eingebung stärkte, auf dass du zu den Menschen in der Wiege und als Erwachsener reden solltest. Und als Ich dich die Schrift und die Weisheit und die Thora und das Evangelium lehrte..." (Sure 5:110 - al-Ma'ida)
Auch von den anderen Wundern berichtet der Quran:
Und ihn zu den Kindern Israels entsenden: "Siehe, ich komme mit einem Zeichen von euerem Herrn zu euch. Wahrlich, ich will euch aus Ton die Gestalt eines Vogels formen und in sie hauchen. Und mit Allahs Erlaubnis soll sie ein Vogel werden. Und ich will die Blindgeborenen und Aussätzigen heilen und mit Allahs Erlaubnis die Toten lebendig machen, und ich will euch verkünden, was ihr essen und was ihr in eueren Häusern aufspeichern sollt. Siehe, hierin ist wahrlich ein Zeichen für euch, wenn ihr gläubig seid. (Sure 3:49 - Al-'Imran)
Trotz alledem gab es immer noch Menschen, die arrogant die Wunder Jesu (a.s.) zurückwiesen und als Zauberei bezeichneten.
Jesus (a.s.) teilt die Botschaft mit,
sowie einige der Schwierigkeiten,
denen er sich ausgesetzt sah
Zur Zeit, als Jesus (as) gesandt wurde, waren die Leute von Israel in komplettem Aufruhr, im politischen und ökonomischen Sinn. Einerseits waren die Menschen den Grausamkeiten der Herrscher ausgeliefert, und andererseits machten andersartige Glaubensrichtungen und Sekten ihnen das Leben schwer. Unter solchen Umständen benötigten die hoffnungslosen Menschen einen Ausweg.
Der Messias, auf den die Menschen lange Zeit warteten, war Jesus (a.s.). Durch den Willen von Allah sprach Jesus (a.s.), als er noch in der Wiege war und die Leute verstanden, dass der erwartete Messias endlich gekommen war. Von dieser Zeit an legten viele ihre Hoffnungen in ihn für eine Rechtleitung.
Jedoch gab es auch einige Leute, die Jesus (a.s.) nicht akzeptieren wollten. Die Verfechter des Systems des Unglaubens seiner Zeit hielten ihn für eine Bedrohung ihrer Existenz. Das ist auch der Grund, warum sie Pläne schmiedeten, ihn zu töten, sobald sie von ihm hörten. Zu ihrer Bestürzung jedoch waren ihre Pläne von Anfang an zum Scheitern verurteilt, was sie allerdings nicht davon abhielt, erklärte Feinde von Jesus während dessen Mission zu sein
Doch nicht nur sie waren gegen Jesus, auch die Mehrheit der Rabbiner stellte sich gegen ihn, indem sie behaupteten, er wolle ihre Religion abschaffen. Doch ihre Opposition zu einem Gesandten Allahs, machte sie selbst zu Ungläubigen. Was Jesus (a.s.) in Wirklichkeit tat, war, Menschen auf den richtigen Weg Allahs zu führen und die falschen Regeln zu beseitigen, die die Rabbiner selbst in die Religion von Moses eingeführt hatten. Die Kinder Israels verzerrten ihre Religion, indem sie verbaten was durch die ursprüngliche Offenbarung erlaubt war und indem sie erlaubten was durch sie verboten war. Auf diese Art veränderten sie vollständig den von Allah offenbarten Weg. Deshalb sandte Allah Jesus (a.s.), um die wahre Religion von allen Hinzufügungen und Verfälschungen zu reinigen. Jesus (a.s.) rief seine Mitmenschen zum Evangelium, die die ursprüngliche Thora (Taurah), die Moses (a.s.) offenbart wurde, bestätigte. Der relevante Vers im Quran lautet:
Und (ich komme zu euch) als ein Bestätiger der Thora, die bereits vor mir da war, und um euch einen Teil von dem zu erlauben, was euch verboten war. Und ich komme zu euch mit einem Zeichen von euerem Herrn. So fürchtet Allah und gehorcht mir. (Sure 3:50 - Al-'Imran)
In einem anderen Vers informiert Allah uns, dass das Evangelium, das Jesus (a.s.) offenbart wurde, eine Rechtleitung zum richtigen Weg für die Gläubigen war und ihnen half, das Gute und Schlechte voneinander zu unterscheiden. Es war auch ein Buch, das die Thora bestätigte:
Und in ihren Spuren ließen wir Jesus folgen, den Sohn der Maria, um die Thora, die vor ihm war, zu bekräftigen. Und Wir gaben ihm das Evangelium mit einer Rechtleitung und einem Licht, die Thora, die vor ihm war, bestätigend als eine Rechtleitung und Ermahnung für die Gottesfürchtigen. (Sure 5:46 - al-Ma'ida)
Die Prominenz unter den Kindern Israels kümmerte sich mehr um die Regeln, die Tradition geworden waren und zweifelte die Botschaft Jesu (a.s.) an und zwar deswegen, weil Jesus (a.s.) nicht den traditionellen Regeln folgte, sondern die Menschen zur Hingabe zu Allah, zum Verzicht auf die Welt, zur Aufrichtigkeit, Bruderschaft und Ehrlichkeit aufforderte. Ein anderes Verständnis der Religion antreffend, waren die Juden frustriert, was Jesus (a.s.) betraf. Im Quran berichtet Allah darüber, wie Jesus (a.s.) die Befehle von Allah mitteilte:
Als nun Jesus mit klaren Beweisen kam, sprach er: "Ich bin mit der Weisheit zu euch gekommen, und um euch etwas von dem zu erklären, worüber ihr uneins seid. So fürchtet Allah und gehorcht mir.
Allah, Er ist wahrlich mein Herr und euer Herr. So dient Ihm! Das ist der gerade Weg."
Doch dann wurden die Sekten untereinander uneins. Wehe denn den Übeltätern ob der Strafe eines schmerzlichen Tages! (Sure 43:63-65 - az-Zukhruf)
Seine Aufrichtigkeit und die unterschiedliche Haltung von Jesus (a.s.) erregten die Aufmerksamkeit der Menschen, und die Zahl seiner Anhänger wuchs.
Die Juden behaupten, dass sie Jesus (a.s.) töteten
Kein Zweifel, jedem ist die Behauptung bekannt, dass die Römer Jesus (a.s.) gekreuzigt hätten. Entsprechend dieser Behauptung verhafteten die Römer und die jüdischen Rabbiner Jesus (a.s.) und kreuzigten ihn. In der Tat glaubt die ganze christliche Welt, dass Jesus (a.s.) starb, aber dann wieder zum Leben kam und zum Himmel aufstieg. Jedoch, wenn wir auf den Quran hinweisen, sehen wir, was wirklich geschah und nicht das, was geglaubt wird:
Und weil sie sprachen: "Siehe, wir haben den Messias Jesus, den Sohn der Maria, den Gesandten Allahs, getötet" - doch weder haben sie ihn getötet, noch gekreuzigt, sondern es erschien ihnen nur etwas Ähnliches. Und siehe, diejenigen, die darüber uneins sind, sind wahrlich im Zweifel über ihn. Sie wissen nichts davon, sondern folgen nur Vermutungen. Und sie töteten ihn mit Gewissheit nicht! Ganz im Gegenteil: Allah erhöhte ihn zu Sich; und Allah ist mächtig und weise. (Sure 4:157-158 - an-Nisa)
Die Tatsache, die der Quran uns mitteilt, ist ganz offensichtlich. Die Versuche der Römer, angestachelt von den Juden, Jesus (a.s.) zu ermorden, waren erfolglos. Der Ausdruck im oben genannten Vers "...es erschien ihnen nur etwas Ähnliches..." erklärt die tatsächlichen Umstände dieses Vorfalles. Jesus (a.s.) wurde nicht getötet, sondern er wurde zu Allah emporgehoben. Auch in einem anderen Vers sagt Allah, dass Er Selbst Jesus Frist ablaufen lassen und ihn zu Sich erheben würde:
Damals sprach Allah: "O Jesus! Ich will dich verscheiden lassen und zu Mir erheben. Und will dich von den Ungläubigen befreien und diejenigen, welche dir folgen, über die Ungläubigen setzen, bis zum Tage der Auferstehung. Dann ist zu Mir euere Wiederkehr, und Ich will zwischen euch über das richten, worin ihr uneins wart" (Sure 3:55 - Al-'Imran)
Wir analysieren die tatsächliche Bedeutung des Wortes "verscheiden lassen" im folgenden Kapitel. Andere wichtige Beweisstücke, welche der Quran über dieses Thema zur Verfügung stellt, sind die allgemeinen Ausdrücke, die für den Tod anderer Propheten verwendet wurden. Diese Ausdrücke sind sehr klar. Zum Beispiel im 155. Vers der Sure an-Nisa gibt es ein deutliches Beispiel. Der Vers heißt wie folgt: "Und weil sie ihr Versprechen brachen und Allahs Zeichen verleugneten und die Propheten ungerechterweise töteten und sprachen: "Unsere Herzen sind hinter einem Schleier...". Der Ausdruck, der für Jesus (a.s.) im Quran verwendet wird, ist sehr klar: "...doch weder haben sie ihn getötet, noch gekreuzigt, sondern es erschien ihnen nur etwas Ähnliches..." Diese Aussage betont ausdrücklich, dass Jesus (a.s.) nicht getötet wurde, gleichgültig, welche Methode für dieses Ende